Sparen: nicht mehr – aber richtig!
In Deutschland wird sehr viel gespart. Ca. 11,4 % des verfügbaren Einkommens landeten 2010 auf der hohen Kante. Mehr muss kaum gespart werden. Aber: Wie kann das Geld richtig angelegt werden?
Falsches Sparverhalten
Die Deutschen legen nicht nur zu viel risiko und renditearm aufs Sparbuch, sondern neigen – wenn sie in Aktien investieren – zu einem prozyklischen Verhalten. Sie kaufen, wenn die Märkte bereits gestiegen sind, und
halten sich nach einer Baissephase viel zu lange im Zuschauerraum auf, statt wieder zu investieren. Das zeigen zumindest die Zu- und Abflüsse am Aktienmarkt. Werden die Nettomittelzuflüsse in Aktienfonds mit der relativen Performance des DAX versus die des REX-P für die Rentenseite verglichen, zeigt sich z. B., dass es in guten Aktienjahren wie 2004 und teilweise auch in 2005 überwiegend zu Abflüssen kam. Dabei spielen deutsche Aktien im Portfolio eine übergewichtige Rolle. Während deutsche Aktien etwa 3,6 % des weltweiten Anlagekuchens ausmachen, konzentrieren sich über 23 % der in Aktienfonds liegenden Gelder auf sie. Eine deutliche Übergewichtung gegenüber Ihrer eigentlichen Bedeutung in der Welt.
Der Diversifikationseffekt wird dadurch zu wenig genutzt. Hinter ihm steckt die einfache Erkenntnis: Je breiter gestreut die Anlage, desto weniger stark dürfte der Portfoliowert schwanken.
Quelle: In Kooperation mit AGI
Falsches Sparverhalten
Die Deutschen legen nicht nur zu viel risiko und renditearm aufs Sparbuch, sondern neigen – wenn sie in Aktien investieren – zu einem prozyklischen Verhalten. Sie kaufen, wenn die Märkte bereits gestiegen sind, und
halten sich nach einer Baissephase viel zu lange im Zuschauerraum auf, statt wieder zu investieren. Das zeigen zumindest die Zu- und Abflüsse am Aktienmarkt. Werden die Nettomittelzuflüsse in Aktienfonds mit der relativen Performance des DAX versus die des REX-P für die Rentenseite verglichen, zeigt sich z. B., dass es in guten Aktienjahren wie 2004 und teilweise auch in 2005 überwiegend zu Abflüssen kam. Dabei spielen deutsche Aktien im Portfolio eine übergewichtige Rolle. Während deutsche Aktien etwa 3,6 % des weltweiten Anlagekuchens ausmachen, konzentrieren sich über 23 % der in Aktienfonds liegenden Gelder auf sie. Eine deutliche Übergewichtung gegenüber Ihrer eigentlichen Bedeutung in der Welt.
Der Diversifikationseffekt wird dadurch zu wenig genutzt. Hinter ihm steckt die einfache Erkenntnis: Je breiter gestreut die Anlage, desto weniger stark dürfte der Portfoliowert schwanken.
Quelle: In Kooperation mit AGI
Ahnungslose Sparer
Die Veränderungen bei der steuerlichen Behandlung der privaten Altersvorsorge, die zu Jahresbeginn 2012 in Kraft treten, werden von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Nur knapp 23 Prozent der Bürger ist die Änderung in der Besteuerung der privaten Renten- und Lebensversicherungen bekannt. Das ergab eine Umfrage der GFK Marktforschung im Auftrag der Gothaer Lebensversicherung. Von den Befragten unter 30 Jahren haben sogar nur zwölf Prozent etwas von steuerlichen Veränderungen gehört.
Zudem weiß nur eine Minderheit, dass Altersvorsorgeprodukte steuerlich begünstigt werden. Lediglich Riester-Verträge bilden hierbei eine Ausnahme: So wissen immerhin 73 Prozent der Befragten, dass der Staat dafür eine Förderung gewährt. Beim Bausparen wissen noch 43 Prozent von einer steuerlichen Förderung, während bei der Kapitallebensversicherung diese Tatsache gerade mal etwas mehr als 18 Prozent der Befragten bekannt ist. Knapp 20 Prozent wissen überhaupt nichts von einer steuerlichen Förderung der privaten Altersvorsorge.
Versicherer wie die Gothaer machen nicht ohne Eigennutz auf die steuerliche Förderung im Allgemeinen und die Änderungen zum Jahreswechsel im Besonderen aufmerksam. Gerade Änderungen im Steuerrecht haben in der Vergangenheit kurz vor ihrem Inkrafttreten schon mehrfach Umsatzschübe ausgelöst. Das lässt sich auch derzeit wieder beobachten.
Renten- und Lebensversicherungsverträge mit zwölf Jahren Mindestvertragszeit, die noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, können steuerbegünstigt zum vollendeten 60. Lebensjahr enden. Bei der Kapitalauszahlung muss dann nur die Hälfte der Erträge versteuert werden, die andere Hälfte bleibt steuerfrei. Das ist bei Verträgen, die ab 2012 abgeschlossen werden, nicht mehr möglich. Wer dann mit 60 oder 61 Jahren eine Kapitalauszahlung aus seiner Lebens- oder Rentenversicherung erhält, muss die Kapitalerträge voll versteuern. Außerdem ist bei steuerlich geförderten Altersvorsorgeprodukten wie Riester- und Rürup-Renten oder der betrieblichen Altersvorsorge nur noch bei Abschluss im Jahr 2011 der Auszahlungsbeginn bereits ab dem vollendeten 60. Lebensjahr möglich.
portfolio international update 02.11.2011/kmo/rko
Zudem weiß nur eine Minderheit, dass Altersvorsorgeprodukte steuerlich begünstigt werden. Lediglich Riester-Verträge bilden hierbei eine Ausnahme: So wissen immerhin 73 Prozent der Befragten, dass der Staat dafür eine Förderung gewährt. Beim Bausparen wissen noch 43 Prozent von einer steuerlichen Förderung, während bei der Kapitallebensversicherung diese Tatsache gerade mal etwas mehr als 18 Prozent der Befragten bekannt ist. Knapp 20 Prozent wissen überhaupt nichts von einer steuerlichen Förderung der privaten Altersvorsorge.
Versicherer wie die Gothaer machen nicht ohne Eigennutz auf die steuerliche Förderung im Allgemeinen und die Änderungen zum Jahreswechsel im Besonderen aufmerksam. Gerade Änderungen im Steuerrecht haben in der Vergangenheit kurz vor ihrem Inkrafttreten schon mehrfach Umsatzschübe ausgelöst. Das lässt sich auch derzeit wieder beobachten.
Renten- und Lebensversicherungsverträge mit zwölf Jahren Mindestvertragszeit, die noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, können steuerbegünstigt zum vollendeten 60. Lebensjahr enden. Bei der Kapitalauszahlung muss dann nur die Hälfte der Erträge versteuert werden, die andere Hälfte bleibt steuerfrei. Das ist bei Verträgen, die ab 2012 abgeschlossen werden, nicht mehr möglich. Wer dann mit 60 oder 61 Jahren eine Kapitalauszahlung aus seiner Lebens- oder Rentenversicherung erhält, muss die Kapitalerträge voll versteuern. Außerdem ist bei steuerlich geförderten Altersvorsorgeprodukten wie Riester- und Rürup-Renten oder der betrieblichen Altersvorsorge nur noch bei Abschluss im Jahr 2011 der Auszahlungsbeginn bereits ab dem vollendeten 60. Lebensjahr möglich.
portfolio international update 02.11.2011/kmo/rko
Steuervereinfachung: Was gilt ab 2012 und 2013?
Abgabe der Steuererklärung nur alle zwei Jahre Arbeitnehmer, Rentner und Pensionäre können künftig nur noch alle zwei Jahre eine Steuer-erklärung abzugeben. Sie dürfen dann die Steuererklärungen für zwei aufeinander folgende Jahre zusammen abgeben.
Ausnahme: Wenn die Einkünfte aus Vermietung, Kapitalanlage oder sonstige Einkünfte über 13.000 Euro (Einzelveranlagung) bzw. über 26.000 Euro (Zusammenveranlagung) liegen, besteht die Möglichkeit zur Abgabe alle zwei Jahre nicht mehr.
Für Unternehmer, Freiberufler, Land- und Forstwirte gilt die Regelung nicht.
Arbeitnehmer-Pauschbetrag steigt
Der Werbungskosten-Pauschbetrag für Arbeitnehmer steigt ab 2012 von 920 Euro auf 1.000 Euro. Von dieser Anhebung betroffen sind ausschließlich Steuerzahler, deren Werbungskosten genau zwischen diesen beiden Beträgen liegen. Die Steuerersparnis beträgt maximal rund 40 Euro pro Jahr.
Steuervorteile
Kapitaleinkünfte, von denen bereits die Abgeltungsteuer abgezogen wurde, müssen bisher trotzdem in der Steuererklärung angegeben werden, um bestimmte Steuervorteile berechnen zu können (z.B. beim Abzug von Spenden, bei außergewöhnlichen Belastungen, Unterhalt nach § 33a Abs. 1 S. 5 EStG und dem Ausbildungsfreibetrag). Ab 2012 ist die Angabe der Kapitaleinkünfte in der Steuerklärung in diesen Fällen nicht mehr notwendig.
Quelle:Steuertipps
Ausnahme: Wenn die Einkünfte aus Vermietung, Kapitalanlage oder sonstige Einkünfte über 13.000 Euro (Einzelveranlagung) bzw. über 26.000 Euro (Zusammenveranlagung) liegen, besteht die Möglichkeit zur Abgabe alle zwei Jahre nicht mehr.
Für Unternehmer, Freiberufler, Land- und Forstwirte gilt die Regelung nicht.
Arbeitnehmer-Pauschbetrag steigt
Der Werbungskosten-Pauschbetrag für Arbeitnehmer steigt ab 2012 von 920 Euro auf 1.000 Euro. Von dieser Anhebung betroffen sind ausschließlich Steuerzahler, deren Werbungskosten genau zwischen diesen beiden Beträgen liegen. Die Steuerersparnis beträgt maximal rund 40 Euro pro Jahr.
Steuervorteile
Kapitaleinkünfte, von denen bereits die Abgeltungsteuer abgezogen wurde, müssen bisher trotzdem in der Steuererklärung angegeben werden, um bestimmte Steuervorteile berechnen zu können (z.B. beim Abzug von Spenden, bei außergewöhnlichen Belastungen, Unterhalt nach § 33a Abs. 1 S. 5 EStG und dem Ausbildungsfreibetrag). Ab 2012 ist die Angabe der Kapitaleinkünfte in der Steuerklärung in diesen Fällen nicht mehr notwendig.
Quelle:Steuertipps